| Frettchen - wichtige Infos |
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Frettchen erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit als nette Gesellen zu hause oder auch als zuverlässige Begleiter auf der Jagd. Auch in meiner Praxis hat die Zahl der Frettchen- und Nerzpatienten in den letzten drei Jahren stetig zugenommen.
Die häufigsten Vorstellungsgründe sind hierbei Grund- und Ankaufsuntersuchungen, Behandlungen von Verletzungen und Infektionen, Kastrationen vor allem der männlichen Tiere, sowie die wichtige Immunisierung gegen Tollwut und Staupe.
Gerade letzteres wird immer wichtiger.Durch die zunehmende Impfmüdigkeit und Grauimporte ungeimpfter Tiere (vor allem Hunde!) aus dem Ausland, kommt es seit einiger Zeit zu einem Anstieg der Staupeerkrankungen bei Frettchen und hier vor allem bei Jungtieren. Frettchen, die an Staupe erkranken, kann oft nicht mehr geholfen werden.
Die Staupeerkrankung zeigt sich beim Frettchen in zwei Varianten: Bei der katarrhalischen Form verkleben durch eitrigen Ausfluss Augen und Nasenlöcher. Die Tiere haben hohes Fieber, es kommt zur Lungenentzündung, Erbrechen und Durchfall. Durch Entzündungen im Nervensystem kommt es zur nervösen Form mit Speicheln, Krämpfen und Anfällen bis hin zum Koma. Bei Jungtieren kann diese Form so schnell verlaufen, dass abends noch gesund erschienene Frettchen am nächsten Morgen tot im Käfig gefunden werden.
Den sichersten Schutz gegen Staupe stellt daher eine wirksame Impfung mit einem für Frettchen zugelassenem Impfstoff dar:Ab der 6. bis zur 10. Lebenswoche erfolgen zwei Impfungen im Abstand von 4-6 Wochen. Wichtig: eine der beiden Impfungen muss nach der 10. Lebenswoche erfolgen. Bei erwachsenen Tieren reicht je nach Infektionslage eine einmalige Impfung (bevorzugt vor der Ranz). Wiederholungsimpfungen sind einmal jährlich durchzuführen (auch bevorzugt vor der Ranz).
Die Impfung gegen Tollwut ist wichtig für alle Tiere, die auch Freigang haben (d.h. ausserhalb geschlossener Wohnungen geführt werden) oder auf Reisen mit in andere Länder verbracht werden. Für die Ein- und Ausreise aus der BRD ist ein EU-Pass für Tiere erforderlich. Dieser wird allerdings nur in Verbindung mit einem Transponder-Chip, der dem Frettchen durch einen kleinen Nadelstich unter die Haut implantiert wird, ausgestellt.
Die Impfung gegen Tollwut wird ab einem Alter von drei Monaten durchgeführt. Aus immunologischen Gründen muss nach der Erstimpfung nach 3-4 Wochen eine zweite Tollwutimpfung durchgeführt werden. Wiederholungsimpfungen sind 1 x jährlich zu wiederholen.
Zu beachten ist ausserdem, dass die Impfstoffe für Frettchen nicht mehr kombiniert werden dürfen. Das heisst, zwischen Tollwut- und Staupeimpfung müssen mindestens zwei Wochen Zeit verstrichen sein und es dürfen (wie früher üblich) keine Hunde/Katzenimpfstoffe sondern nur noch speziell für Frettchen zugelassene Impfstoffe verwendet werden.
Bei Bedarf erstelle ich gerne einen individuellen Impfplan/Impfkalender für Ihr Tier. Als besonderen Service werden Sie auf Wunsch zur jährlichen Wiederholungsimpfung von meinem Team pünktlich mit einer netten Postkarte erinnert.
Praxis für Kleintiere
Steffen Ziesing Prakt. Tierarzt Vorm Stichel 14 D- 63517 Rodenbach Tel: 06184-990595 Fax: 06184-990596 www.tierarzt-rodenbach.de |